Was ist Embodiment?

„Der Geist ist embodied im Organismus und embedded in seine Umwelt“

(Maja Storch)

 

Der Begriff Embodiment kann am ehesten mit dem Wort „Verkörperung“ übersetzt werden.

Embodiment ist jedoch kein einheitlich verwendeter Begriff. Er steht für verschiedene Phänomene, die sich um die Wechselwirkung von Körper und psychischen Prozessen wie Denken und Fühlen (GefühlEmotionen) sowie Handeln (Handlung) gruppieren. 

Bisher ist noch kein allg. anerkanntes, umfassendes theoretisches Konzept zu Embodiment vorhanden (Dorsch, Lexikon der Psychologie, 2020).

Grundlegend fordert die Embodimentperspektive, psychische Prozesse ausdrücklich in Bezug auf den Körper zu sehen und zu untersuchen. Das heisst, man geht davon aus, dass psychische Prozesse immer im Körper eingebettet sind (Storch et al., 2010).

 

Bereits seit der Antike gilt: „ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“

                                                    (Mens Sana in Corpore Sano)

 

 

 

 

 

Ausgehend von meinem persönlichen Werdegang bedeutet Embodiment für mich das Zusammenspiel der körperlichen, psychischen und spirituellen Dimensionen. 

So ist der Mensch als seelisches Wesen eingebettet in einen physischen Körper. Er verleiht sich Ausdruck durch sein Tun und macht Erfahrungen in seiner Um- & Mitwelt. 

Die gemachten Erfahrungen werden im physischen und psychischen Körper gespeichert.

Anhand von Selbstwahrnehmung und Reflexion sind wir fähig, unsere Körper zu Scannen und stärkende oder schwächende Muster (genannt „somatische Marker“) zu erkennen. Danach können wir diese ins Bewusstsein holen und mit neuen Erfahrungen verändern und wandeln.

 

Nach dem Konzept der Chinesischen Medizin, die den Menschen als energetisches System sieht, ist alles Erleben in unseren „Körpern eingraviert“. 

Auch Rudolf Steiners Ansatz des Ätherkörpers bestätigt für mich diese Sichtweise, zudem gibt es einen Zugang zu der altgriechischen Losung: „Gnothi Seauton - Erkenne dich selbst und werde wer du bist“ und des japanischen Budo: „der Weg ist das Ziel“.

 

Folglich arbeite ich gezielt körperzentriert, interdisziplinär und ganzheitlich. 

 

Für mich ist Embodiment sinnvoll im Umgang mit:

Schicksalsschlägen, Stressabbau, Entschleunigung, Berührbarkeit Vulnerabilität/Verletzlichkeit, Volition/Willensbildung, Empowerment/Befähigung, Identifikation, Identitätsfindung als Mann und Frau, Selbstreflexion, Freude, Liebe, Trauer, Zuversicht, persönliche Stärken und Schwächen, Angst und Ängste, neue Realitäten kreieren, körperliches Erleben, psychische Prozesse, Frustrationstolerant, Impulskontrolle, Wut, Aggression, Achtsamkeit, Selbstreflexion, psychophysisches Training, Selbsterfahrung, Körperarbeit, Sinn & Zielfragen, Selbstwahrnehmung, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstbehauptung.

 

Selbstbehauptung bedeutet für mich, dass das Selbst sein Haupt halten kann und darf. 

Be-Haupten heisst, den Kopf, das Haupt oben halten im Gegensatz zur Enthauptung, den Kopf einziehen oder sich verbiegen. Es ist ein Ausdruck, für das Wahren der persönlichen Grenzen in Nähe und Distanz. Die Unterscheidung von „was tut mir gut?“ und „wo setze ich meine Grenze?“

 

Psychische Fitness bedeutet für mich die Verbundenheit und Balance mit den eigenen Gefühlen und Emotionen zu finden. 

Dazu gehört Stress zu regulieren, Ruhe zu bewahren, Mut zu finden und Ausgeglichenheit zu erlangen.

Die Bewusstwerdung der Gefühle und der inneren Antreiber (‚Trigger’) helfen persönliche Umstände zu wandeln und Neues zu integrieren.

Was ist Embodiment für mich?

Was ist Selbstbehauptung und psychische Fitness für mich?

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